Bremens grünster Stadtteil

Foto: Michael Lotz

Bremen-Nord ist grün!

Jeder Bremer Stadtteil hat seinen ganz eigenen Charme, besitzt eine Vielzahl an Grünflächen, Parks, Gärten und Seen – der Bremer Norden toppt jedoch alle. Nirgends ist es grüner, denn der größte Teil der über 2.000 Hektar Grünfläche der Hansestadt befindet sich hier. Nimmt man den Pellenspark im Süden und das Naturschutzgebiet Eispohl / Sandwehen im Norden als Ausgangspunkt, erstreckt sich das Nordbremer Grün auf etwas über 14 Kilometer. Will man jeden einzelnen Punkt ansteuern bietet sich ein Rundweg an. Dabei kommt eine ordentliche Strecke von rund 40 Kilometer zusammen. Perfekt geeignet für sportliche Radfahrer, jedoch weniger zum entspannten Entdecken. Zeit, die man sich nehmen sollte, denn das Schöne ist, dass man zwischen Maßel und Blumenthal nicht nur auf der Wiese liegen oder flanieren kann. Darüber hinaus gibt es jede Menge zu erleben! Von Museen, über Sport, Action und Abenteuer bis zum Naturerlebnis ist alles dabei. Zudem sind die einzelnen Parks, Seen und Naturschutzgebiete sehr unterschiedlich und bieten immer wieder etwas Neues.

Von Naturschutzgebiet bis geheimer Garten

Von einer „kurzen“ Unterbrechung abgesehen, lebe ich bereits mein ganzes Leben in Bremen-Nord. Vieles von dem, was einen umgibt, nimmt man nicht wahr und erkennt es erst, wenn Außenstehende einen mit der Nase drauf stoßen. Deshalb gebe ich zu, dass ich bis vor Kurzem nur einen kleinen Teil des Ganzen kannte. Über den Stadtgarten, Knoops Park und das Schönebecker Schloss ging mein Horizont kaum hinaus. Doch dann bekam ich die Gelegenheit an einer Broschüre mitzuarbeiten, die sich mit dem grünen Bremer Norden beschäftigt. Seither sehe ich mein zu Hause mit anderen Augen. Ich weiß zum Beispiel nicht wie oft ich die Strecke vom Sperrwerk in Lesum bis Moorlosen Kirchen per Rad oder Inliner zurückgelegt habe. Immer fuhr ich den gleichen Weg – hin und wieder zurück. Inzwischen kenne ich den Rundweg, der von der Kirche, quer durchs Naturschutzgebiet, wieder zum Sperrwerk führt. Als ich diesen neulich das erste Mal drehte, fragte ich mich ehrlich, wie ich das all die Jahre übersehen konnte! Die Runde umfasst übrigens knapp 12 Kilometer und ist nicht im großen Turn von Süd nach Nord und zurück enthalten.

Ähnliches gilt für den Wätjens Park. Dutzende Male bin ich daran vorbei gefahren, ein paar Mal spazierte ich durch das Randgebiet, aber was sich wirklich hinter den über Jahrzehnte verschlossenen Mauern befindet, weiß ich erst seit Kurzem. Das Auetal war als Kind mein Spielplatz, und noch heute jogge ich regelmäßig durch die Wiesen. Inzwischen sehe ich jedoch auch das, was es links und rechts am Wegesrand zu entdecken gibt: Bio-Kühe, seltene Pflanzen und Tiere, die Ökologiestation, ein Schloss im Wasser und noch viel mehr.

Den grünen Norden per Rad entdecken

An dieser Stelle würde es zu weit führen alle Besonderheiten der über ein Dutzend Parks, Gärten, Flächen und Seen in unserer Umgebung aufzuführen. Wer mehr wissen möchte, schaut sich am besten die Broschüre „Grüner wird’s nicht“ an. Diese gibt es entweder online oder zum in Ruhe drin blättern und mitnehmen an einer der zahlreichen Auslagestellen (z. B. am Infopoint im Kito, an allen Touristeninformationen, im Vege.net-Büro, etc.)

Für alle die den großen „Rundritt“ per Rad wagen möchte, hier kurz die einzelnen Stationen fürs Navi.
Der Start liegt im Süden, in Marßel:

Pellens Park – Sportparksee Gramke – Naturschutzgebiet Dunger See – über das Lesumsperrwerk – Maritime Meile und Stadtgarten – Wätjens Park – Burg Blomendal – Bahrsplate – Dillener Park – Naturschutzgebiet Eispohl / Sandwehen – Beckedorfer Beeke – Naturschutzgebiet Hammersbecker Wiesen – Ökologiestation – Schloss Schönebeck – Lehnhofpark Friedehorst (Friedehorstpark) – Knoops Park – Pellens Park

Die „Bonusrunde“ geht durch das Werderland und den Deich entlang.
Wer mag, kann auch einen Abstecher zum Schönebecker Sand machen und/oder sich kurz vor der Kirche für den Ökowanderweg entscheiden:

Lesumsperrwerk – (evtl. Schönebecker Sand) – Moorlosen Kirchen – Naturschutzgebiet Werderland – Lesumsperrwerk

Foto: Michael Lotz

Foto: Michael Lotz

Foto Michael Lotz